Allergische Reaktionen auf Inhaltsstoffe in den Pigmentierfarben:

Allergische und entzündliche Hautreaktionen sind unerwünschte Begleiterscheinungen nach einer Tätowierung oder einer Permanent-Make-up-Behandlung. Allergische Reaktionen lassen sich in vielen Fällen zurückführen auf Konservierungsmittel oder metallhaltige Bestandteile, insbesondere Schwermetalle wie Nickel, Kobalt, Chrom, und weitere allergisierende Inhaltsstoffe in den Farbmischungen.

Verunreinigungen und Azo-Farbstoffe in Pigmentierfarben:

Weitere Gefahrenquellen sind Verunreinigungen in den Farbmischungen und bestimmte Azo-Farbstoffe, die in krebserregende aromatische Amine gespalten werden können. Derartige Azo-Farbstoffe stellen auch bei der Entfernung von Tätowierungen und Permanent-Make-up-Zeichnungen mittels Lasertechnik eine Gefahr dar. Sie können durch Laserstrahlen in krebserregende Amine gespalten werden, die dann über die Blutbahn im ganzen Körper verteilt werden.

Pigmentierfarben dürfen keine Stoffe enthalten, die eine kanzerogene oder
erbgutverändernde Wirkung verursachen und das menschliche Fortpflanzungssystem negativ beeinflussen (sog. CMR-Stoffe).

Bestimmungen und Gesetze

Pigmentierfarben, die die gesetzten Anforderungen erfüllen, geben dem Endverbraucher ein hohes Maß an Sicherheit und verringern ein mögliches Gesundheitsrisiko.

Die Anforderungen an die chemische und mikrobiologische Qualität von Pigmentierfarben sind hauptsächlich in den folgenden Gesetzen / Verordnungen festgehalten:

REACH-Verordnung:

Alle Tätowierer*innen und Pigmentierer*innen haben sich an die in allen Ländern der Europäischen Union (EU) gültigen REACH-Verordnung zu halten.

Resolutionen des Europarats:

EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 des europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über kosmetische Mittel. Der Europarat hat in den vergangenen Jahren zum besseren Schutz der Verbraucher Resolutionen zum Gebrauch von Tätowier- und Pigmentierfarben verabschiedet. Die Beschlüsse sind das Ergebnis vieler Diskussionen, Erfahrungen und Analysen aus den verschiedenen Mitgliedsländern.

Deutsche Tätowiermittel-Verordnung:

Die aus den Resolutionen des Europarats resultierende erste deutsche Tätowiermittelverordnung trat am 01.05.2009 in Kraft. Sie folgt in weiten Teilen den Ratsresolutionen und verweist auf die deutsche Kosmetikverordnung. Zu den inzwischen weit über 1.000 verschiedenen verbotenen Stoffen und Chemikalien zählen krebserregende Azo-Farbstoffe und aromatische Amine, das allergene und sensibilisierend wirkende Paraphenylendiamin (PPD) und weitere bisher erlaubte Inhaltstoffe. Sie stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Die Tätowiermittelverordnung ist nicht nur für Tätowierer verbindlich, sondern auch für alle Hersteller und Vertreiber von Pigmentierfarben sowie für alle Personen, die Permanent-Make-up-Behandlungen in Deutschland ausführen.

Neufassung des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuches LFGB (Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch) vom 24.07.2009
(BGBl. I S. 2205), geändert durch Verordnung vom 03.08.2009 (BGBl. I, S. 2630).

Die von PERMANENT-Line entwickelten und von der PERMANENT-Line GmbH & Co. KG weltweit vertriebenen Pigmentierfarben werden seit 2004 in einem renommierten deutschen Labor produziert, das bereits seit 1996 auf die Herstellung von Tätowier- und Pigmentierfarben spezialisiert ist. Sie werden von uns unter der Handelsmarke LaBina® sowie unter zahlreichen weiteren Marken als LaBina® Product Quality Pigments und als Privat Label Pigments auf dem internationalen Markt gehandelt.

Alle relevanten Rohstoffe der Pigmentierfarben werden bei jeder neuen Charge vor ihrem ersten Einsatz durch chemisch-technische Labore auf folgende Parameter und Inhaltsstoffe analysiert und auf die gesetzlichen Vorgaben und Empfehlungen hin überprüft:

[ A ] Schwermetalle, [ B ] polyzyklisch-aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK),
[ C ] Alkohole, [ D ] aromatische Amine, [ E ] Pigmente und Farbstoffe, [ F ] Biozide mit eingeschränkten Grenzwerten, [ G ] Biozide ohne Grenzwerte (intern selbstbeschränkt), [ H ] Verbotene Konservierungsmittel, [ I ] Verbotene Pigmente und Farbstoffe gemäß Verordnung (EU) 2020/2081 in Verbindung mit Anhang II der Verordnung (EG) 1223/2009 und gemäß Verordnung (EU) 2020/2081 in Verbindung mit Anhang IV der Verordnung (EG) 1223/2009.

LaBina® Pigmentierfarben sind im gemessenen Standardlaborverfahren frei von Cadmium, Chromat, Quecksilber, Selen, Tellur, Thallium, Uran und löslichen Bariumverbindungen. Alle Werte für Antimon, Arsen, Bariumsulfat, Blei, Chrom und Zink entsprechen den strengen Grenzwerten der Europarat-Resolution ResAP (2008)1 und liegen unter den empfohlenen Werten.
Zu jeder LaBina® Pigmentierfarbe wird eine Konformitätserklärung und Analysezusammenfassung gemäß EU-Verordnung 2020/2081 erstellt, die dem Anwender mit jedem Kauf einer Pigmentierfarbe zur Verfügung gestellt und durch Endverbraucher jederzeit eingesehen werden kann.

 

Zu jeder LaBina® Pigmentierfarbe wird eine Konformitätserklärung und Analysezusammenfassung gemäß EU-Verordnung 2020/2081 erstellt, die dem Anwender mit jedem Kauf einer Pigmentierfarbe zur Verfügung gestellt und durch Endverbraucher jederzeit eingesehen werden kann.

Sorgfältige Analysen für die Sicherheit Ihrer Kunden

Die gründlichen Untersuchungen unserer Pigmentierfarben gehen über die gesetzlichen Anforderungen der deutschen Tätowiermittelverordnung hinaus.

Im Vorgriff auf zukünftige Regelungen werden die Rohstoffe schon heute umfangreich auf Schwermetalle analysiert. Damit erfüllt unser Pigmentierfarbenhersteller in diesem Bereich die weitergehenden Anforderungen der Empfehlung des Europarats, die zusätzlich eine Höchstgrenze für den Anteil von Schwermetallen festlegen.

Die in den Pigmentierfarben enthaltenen minimalen Spuren von Schwermetallen werden in Relation zu den vom Europarat empfohlenen Grenzwerten ermittelt und in den Analyseauswertungen der Begleitpapiere detailliert
ausgewiesen.

Mit jeder Lieferung von Pigmentierfarben stellen wir unseren Kunden Begleitpapiere zur Verfügung, die belegen, dass LaBina®-Pigmentierfarben keine kanzerogenen primären aromatischen Amine (gemäß Anlage 1 Tätowiermittel-Verordnung), keine kanzerogenen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAH oder PAK) sowie keine
N-Nitrosamine (insbesondere Nitrosodiethanolamin oder
Nitrosomorpholin) enthalten.

LaBina®-Pigmentierfarben entsprechen selbstverständlich den gesetzlichen Anforderungen der am 04.01.2021 novellierten und in allen Ländern der Europäischen
Union (EU) gültigen REACH Verordnung.

Kein Alkohol als Konservierungsmittel enthalten

Für die Herstellung von LaBina®-Pigmentierfarben wird hochgereinigtes Wasser, wie es für Injektionen üblich ist, verwendet. Viele allergische Reaktionen, die nach dem Pigmentieren auftreten, werden durch die verwendeten Inhaltsstoffe verursacht. Daneben können Keime in Pigmentierfarben Entzündungen verursachen. Durch die damit ausgelöste Immunabwehr des Körpers kann es unmittelbar nach der Behandlung zu einer gesteigerten Abstoßung des Pigments und dadurch zu einer blassen oder fleckigen Pigmentierung kommen. Selbst abgetötete Keime sind noch in der Lage, negative Reaktionen im Körper hervorzurufen. Aus diesem Grund ist es von besonderer Bedeutung, von Anfang an saubere und reine Farben zu produzieren, die zudem mikrobiologisch stabil
sind.

Alkohol ist nach unserer Erfahrung nur bedingt als Konservierungsmittel für Pigmentierfarben einsetzbar, denn nur hochprozentige Alkohole wie Ethanol oder Isopropanol töten zuverlässig alle Keime. Verdunstet Alkohol im Verlauf der Aufbewahrung, kann der verbleibende Anteil in Pigmentierfarben sogar als Nährmedium für Mikroorganismen wirken und eine Grundlage für die Vermehrung von Keimen bilden.

Alkohol trocknet aus, reizt die Haut während der Behandlung und wird auf der frisch pigmentierten Haut von vielen Menschen als unangenehm empfunden.
Unser Pigmentierfarbenhersteller verwendet deshalb keinen Alkohol in unseren Farben. LaBina®-Pigmentierfarben erfüllen bereits heute gute Voraussetzungen für die mikrobiellen Anforderungen an Pigmentierfarben der Zukunft.

Glycerin ist als Baustein aller Fette aus unserer Erfahrung ebenfalls nur bedingt als Konservierungsmittel geeignet, weil Pigmentierfarben sich durch seine Beigabe in hoher Konzentration deutlich schlechter zum Vorzeichnen auf der Haut nutzen lassen. Ein sauberes und deutliches Vorzeichnen mit der gewünschten und ausgesuchten Pigmentierfarbe direkt auf der Haut ist jedoch sehr wichtig, denn es beugt Verzeichnungen und Unstimmigkeiten vor. Die Kunden erhalten so schon vor der Pigmentierung eine genaue Vorstellung von dem zu erwartenden Ergebnis bei der geplanten Linienführung und der empfohlenen Farbwahl.

Mit LaBina®-Pigmentierfarben können Linien mit feinem Pinsel vorgezeichnet werden, gemäß unseres bewährten Mottos: ERST VORZEICHNEN – DANN PIGMENTIEREN.
Pigmentiert wird dadurch nur, was der Kunde im Handspiegel gesehen und für gut befunden hat.